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BASKET

Die Houston Rockets vor dem Playoff-Aus

Nach dem gestrigen Spiel 4 der Conference Semi-Finals zwischen den Houston Rockets und Los Angeles Clippers stehen die zweitplatzierten Texaner mit dem Rücken zur Wand. 1:3 steht es in der Serie, nach zwei ausgeglichenen Begegnungen gingen die Spiele 3 und 4 für Kevin McHales Team deutlich mit 25 bzw. 33 Punkten Unterschied verloren. Dabei waren die Clippers auf jede erdenkliche Weise überlegen, weil die Rockets teils durch Foul-Trouble, teils mangels der Leistungen wichtiger Spieler wie Josh Smith und Dwight Howard über weite Strecken wehrlos schienen.

James Hardens Rockets stehen nun unter Zugzwang, drei Spiele in Folge zu gewinnen (Foto: Getty Images)

James Hardens Rockets stehen nun unter Zugzwang, drei Spiele in Folge zu gewinnen (Foto: Getty Images)

Tatsächlich ist der einzige konstante Akteur Houstons All-Star-Guard James Harden, der vor allem offensiv alles tut, um sein Team im Titelrennen zu halten. 24,5 Rebounds, 4,8 Rebounds und 9 Assists sind Zeugnis des scheinbar aussichtslosen Versuches des bärtigen Superstars, Los Angeles etwas entgegenzusetzen.

Dass er nun kurz vor dem Ausscheiden steht, beunruhigt ihn laut eigener Aussage jedoch ebenso wenig, wie die Tatsache, dass die letzten beiden Matches so einseitig ausfielen. „Das ist unwichtig. Für uns heißt es jetzt ‚Win or go home‘, deshalb werden wir ab jetzt unseren besten Basketball der bisherigen Saison spielen“, sagt der 25-Jährige in der Pressekonferenz nach Spiel 4.

Damit dieser Plan jedoch aufgeht, müssen andere Rockets-Akteure ihren Anführer unterstützen. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei selbstverständlich auf Center Dwight Howard, der seine Mannschaft zuletzt durch seine Unvorsichtigkeit stark beeinträchtigt hat. Zwei technische Fouls bedeuteten Sonntagnacht das Aus für den Big Man, der danach weiter zusehen musste, wie sein Gegenüber DeAndre Jordan mit 26 Punkten und 17 Rebounds das vielleicht beste Playoff-Spiel seiner Karriere ablieferte.

Um eine weitere Demütigung zu verhindern, wird Houston den freien Tag nutzen, um sich neu zu konzentrieren und am Dienstag in heimischer Arena zumindest den ersten Matchball seines Gegners abzuwehren. Wenn das nicht gelingt, dann werden die Rockets das ihrem Mangel an Konstanz zuschreiben müssen. Bei einer Niederlage gibt es meiner Meinung nach aber nur einen, der zu bedauern ist: James Harden. Denn der gibt Spiel für Spiel alles. Nur ist er damit in seinem Team alleine.

Text: Benedikt Lülsdorff

 

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