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BASKET

Ist Miami Clevelands Angstgegner?

Für viele steht das Conference-Finale des Ostens bereits fest: Atlanta Hawks vs. Cleveland Cavaliers. Doch speziell LeBron und Co. scheinen ein Problem zu bekommen, das diese Paarung verhindern könnte. Das nämlich hat die jüngste Nacht bewiesen, denn die Miami Heat entpuppen sich immer mehr zum Angstgegner der Cavs.

Wie weit kann das neue Guard-Duo Miami tragen? (Foto: Getty Images)

Wie weit kann das neue Guard-Duo Miami tragen? (Foto: Getty Images)

106:92 gewann Miami das Duell in der zurückliegenden Nacht und ging damit in der Saison-Serie mit 2:1 in Führung. Durch harte Defense hielten die Heat Cleveland bei lediglich 38,0 Prozent Trefferquote aus dem Feld und setzten gleichzeitig in der Offense Akzente: Dwyane Wade (32 Punkte und fünf Steals) verkörperte das Problem der Cavaliers perfekt – vorne top, hinten auch.

Hassan Whiteside kontrollierte die Zone (16 Zähler, elf Rebounds, drei Blocks) und Goran Dragic (20 Punkte, neun Assists, fünf Rebounds) setzte immer wieder kleine Nadelstiche, die Cleveland empfindlich trafen. „Wir wissen, dass jeder Sieg wichtig im Krampf um die Playoffs ist und daher sind wir aktuell verdammt motiviert“, sagte Dwyane Wade nach der Partie und Headcoach Eric Spoelstra stimmte zu: „Unsere Jungs haben verstanden, worum es geht und sind bereit, alles zu geben!“

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Sehr zum Leidwesen der Cavaliers, bei denen LeBron (8-19) und Kyrie (5-15) schwach aus dem Feld trafen. „Wir waren nicht auf der Höhe des Geschehens, und das hat Miami gut ausgenutzt“, kommentierte James nach der Partie … Aber war es wirklich die Müdigkeit, die Cleveland den Sieg kostete? Oder war es das Fehlen von Kevin Love, der eine Ruhepause bekam? Sicherlich spielten beide Aspekte eine Rolle, doch entscheidend ist auch die Spielweise der Heat.

Die Matchups liegen den Cavs einfach nicht: Dwyane Wade ist gegenüber J.R. Smith und Iman Shumpert im Vorteil, deckt ihre defensiven Schwächen hemmungslos auf; Goran Dragic kann schießen, passen, werfen und Tempo machen, wodurch Kyrie Irving viel Energie in der „D“ verliert; Hassan Whiteside kämpft unter dem Korb um jeden Zentimeter, holt Rebounds, teilt aus, steckt ein, spielt hart und blockt viele Würfe; Luol Deng beschäftigt LeBron James in der Offense und kann ihn verteidigen – ja, kann er wirklich!; zudem kommen die Cavs nicht wirklich mit der Teamdefense der Heat klar.

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Der größte Trumpf Miamis ist jedoch ein anderer: Sie kennen LeBron James! Alle Spieler und Coaches, die in den letzten vier Jahren mit LeBron in Miami zusammengearbeitet haben, wissen ganz genau, wo dessen Schwächen liegen. Und das zeigte auch das jüngste Duell: James war bis zum vierten Viertel quasi abgemeldet – und zwar als Scorer und Passgeber. Entscheidend sind dabei nicht seine Stats, sondern die Art und Weise, wie er spielte und welchen Einfluss er auf das Game hatte.

Miami schaffte es immer wieder ihn in Isolation-Situationen zu drängen oder die Passwege zuzustellen. LeBron passte den Ball entweder so, dass kein Assist herausspringen konnte, oder er warf selbst – nicht immer aus einer guten Situation. Cleveland scheint einen Angstgegner gefunden zu haben … Ob Miami aber wirklich in einer Playoffserie den Cavs gefährlich werden kann, lässt sich nur beantworten, wenn es soweit kommt …

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