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BASKET

Die Brooklyn Nets sind besser, als man denkt!

Die Brooklyn Nets waren eine der größten Enttäuschungen der letzten Saison. Dieses Jahr hat sie keiner auf dem Zettel, doch ich sage euch, warum ihr die Brooklyn-Boys nicht unterschätzen solltet!

In der Mannschaft hat sich einiges getan. Einige Namen haben sich verabschiedet. Doch Abgänge müssen nicht zwangsläufig ein Nachteil sein. Das beste Beispiel dafür ist Paul Pierce. Der Wechsel des 36-Jährigen ist vielleicht das Beste, was den Nets passieren konnte. „The Truth“ war in der abgelaufenen Saison mit nur 13,5 Punkten pro Spiel ein Schatten seiner selbst (Kariere 21,3 PPS) und wird nicht jünger. Im letzten Jahr war er zudem einer der überbezahltesten Spieler der Liga (über 15 Millionen US Dollar Jahresgehalt) und auch wenn er in den Playoffs wichtig für die Mannschaft war, muss man ihm keine Träne nach weinen.

Deron Williams und Brook Lopez sind die beiden Hoffnungsträger der Nets. (Foto/Titelbild: Getty Images)

Deron Williams und Brook Lopez sind die beiden Hoffnungsträger der Nets. (Foto/Titelbild: Getty Images)

Tiefe Bank

Ein wichtiger Faktor ist auch immer die Bank. Diese ist bei den Nets auf den ersten Blick natürlich sehr dünn besetzt. Doch eigentlich haben sie mehrere Spieler, mit einer Menge Potenzial: Zum einen wäre da Bojan Bogdanovic. Der Kroate hat eine überragende WM gespielt (21,2 PPS). In der NBA wird er selbstverständlich nicht so eine große Rolle in seiner Mannschaft einnehmen, trotzdem wird der Forward einige Minuten von der Bank bekommen und sich zu einem wichtigen Rollenspieler entwickeln. Außerdem haben die Nets Weltmeister Mason Plumlee, der ein klasse Rookie-Jahr ablieferte und deswegen auch in das All-Rookie-First-Team berufen wurde. Der Center ist ein großartiger Back-Up und verfügt über Starter-Potenzial. Hinzukommt Mirza Teletovic, der es 2013/14 auf 8,6 Punkte pro Partie brachte sowie Andrei Kirilenko, der zwar nicht mehr an seine All-Star-Tage anknüpfen kann, aber trotzdem mit Erfahrung und Allround-Qualitäten ein wichtiger Teil der Mannschaft ist.

Es sind aber Rollenspieler, die einen Anführer brauchen. Für diese Aufgabe hat Brooklyn einen vielversprechenden, neuen Trainer: Lionel Hollins. Der 60-Jährige coachte zuletzt die Memphis Grizzlies und leistete dabei einen großartigen Job. In der Saison 2012/13 führte er die Bären bis in die Conference-Finals. Er ist in der Lage, die Mischung aus Top-Stars, Veteranen und Talenten zu einem Team zu formen.

Lionell Hollins soll den Erfolg nach Brooklyn bringen. (Foto: Getty Images)

Lionel Hollins soll den Erfolg nach Brooklyn bringen. (Foto: Getty Images)

Neuer Coach, alte Sorgen

Was aber am meisten Hoffnungen macht, ist die Rückkehr von Brook Lopez. Der Center brach sich im Dezember 2013 den Fuß und fiel dadurch den Rest der Saison aus. Vor seiner Verletzung war er bester Scorer (20,7 PPS) und Rebounder (6,0 RPS) seines Teams. Die Mannschaft wartete sehnsüchtig auf sein Comeback – jetzt ist es endlich soweit. Der 26-Jährige fühlt sich großartig und ist voller Tatendrang: „Meine Zuversicht ist grenzenlos. Ich fühle mich, als könnte ich alles tun.“ Die Akteure profitieren sehr von seiner Rückkehr, denn er wird nicht nur punkten und rebounden, sondern auch den Schützen Platz geben.

Allerdings wird sich der oft kritisierte Deron Williams in der kommenden Saison steigern müssen und seinen Erwartungen gerecht werden. Er ist das Gesicht der Franchise und der Erfolg ist von ihm abhängig. Wenn er seine Form findet und Joe Johnson die Leistung der letzten Saison wieder abliefern kann, hat Brooklyn einen der besten Backcourts der Liga.

Die Erwartungen an die Nets sind diese Saison nicht so hoch wie im Vorjahr – und genau das ist vielleicht der Schlüssel zum Erfolg. Diese Saison wird es ihnen gelingen, freier aufzuspielen. Die Mannschaft wird keine Bäume ausreißen können und sie zählt nicht zu den Top-Favoriten. Doch Brooklyn ist nicht zu unterschätzen und befindet sich in Lauerstellung. Der Titelgewinn ist nicht drin, doch wenn alles passt, wird die Playoff-Reise bis in die zweite Runde gehen.

Kristoffer Vullgraf

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