BASKET

Spurs gewinnen „Heat-Game“ zum Auftakt der NBA-Finals 2014

Was für eine Dramatik im Auftaktspiel der NBA-Finals 2014! Nach dem Ausfall der Klimaanlage muss LeBron James von Krämpfen ausgebremst von der Bank mitansehen, wie die Spurs mit einem überragenden vierten Viertel sich mit einem 110:95 den wichtigen Sieg zum 1:0 holen.

2014 NBA Finals - Game One

Bild des Spiels: LeBron muss aufgrund starker Krämpfe in den Beinen die finalen 3:59 MInuten tatenlos zuschauen.

Auftakt nach Maß für die San Antonio Spurs! Die vermeintlich alten Herren aus Texas haben die extremen Bedingungen in der 18.581-Mann-Sauna namens AT&T Center in San Antonio besser verpackt als die Miami Heat und vor allem Superstar LeBron James und sich am Ende dank eines überragenden vierten Viertels (36:17) verdient den Sieg im ersten Spiel der diesjährigen NBA-Finals gesichert.

Die erste Halbzeit war der erwartet enge Schlagabtausch der besten Mannschaften der vergangenen beiden Jahre. Beide Teams schenkten sich nichts und lieferten sich offensiv einen hochklassiges Duell. Nach 24 Minuten hieß es 54:49 für die Gastgeber. Nach der Pause machte sich dann der Ausfall der Klimaanlage, der die Temeratur im AT&T Center auf fast 35 Grad anstiegen ließ, mehr und mehr bemerkbar, Erinnerungen an die legendären „Heat Games“ der 84er Finals zwischen den Celtics und Lakers im unklimatisierten Boston Garden kamen auf.

2014 NBA Finals - Game One

LeBron James war nach dem 92:94 zum zuschauen verdammt.

„Es war wirklich hart für beide Team“, sagte Spurs-Coach Gregg Popovich. „Sie gingen alle auf dem Zahnfleisch, wir haben versucht, so viel wie möglich zu wechseln, denn es war sehr heiß.“ Sein Team kam mit den schweren Bedingungen deutlich besser klar. Der Knackpunkt des Spiels ereignete sich 3:59 Minuten vor dem Ende: Nachdem der bis dahin starke LeBron James (25 Punkte, sechs Rebounds, drei Assists, drei Steals) per Layup auf 92:94 verkürzt hat, werden seine Beinkrämpfe, die ihn seit einiger Zeit beeinträchtigt haben, so stark, dass der 29-Jährige noch ncht einmal mehr eigenständig zur Bank gehen kann. „Nachdem ich raus musste, sind sie davongezogen“, erklärte ein sichtlich frustrierter James im Anschluss. „Es war frustrierend draußen zu sitzen und nicht in der Lage zu sein, dem Team zu helfen!“

Während die Heat deutich mit der Hitze zu kämpfen hatten, drehten die Spurs im vierten Viertel richtig auf, trafen überragende 14 ihrer 16 Würfe im Schlussabschnitt (Miami nur sieben von 16) und entschieden die Partie mit einem 16:3-Run in den letzten vier Minuten. Insgesamt war der 110:95-Triumph vor allem deshalb verdient, weil San Antonio über die kompletten 48 Minuten die besser Teamleistung ablieferte.

Oldie Tim Duncan (38) war mit 21 Punkten Topscorer der Spurs.

Oldie Tim Duncan (38) war mit 21 Punkten Topscorer der Spurs.

Mit Tim Duncan (21 Punkte, 10 Rebounds), Tony Parker (19 P., 8 Ass.), Manu Ginobili (16 P., 11 Ass., 5 Reb.), Tiago Splitter (14 P.), Danny Green (13 P.) scorten zweistellig, Kawhi Leonard, Marco Belinelli (je 9 P.) und Patty Mills (7 P.) steuerten zusammen auch starke 25 Zähler bei. Auf Seiten der Heat traten neben James mit Dwyane Wade (19 P.), Chris Bosh (18 P.) und Ray Allen (16 P.) fast ausschließlich nur die üblichen Verdächtigen erwähnenswert in Erscheinung. Daneben lieferte Rashard Lewis noch zehn Punkte, von Mario Chalmers, Shane Battier und Norris Cole kam hingegen fast nichts.

Kleine Randnotiz für Statistikfreunde: Mit dem 110:95-Sieg schraubten die Spurs zudem ihren Rekord für die meisten Playoff-Heimsiege mit mindestens 15 Punkten Differenz auf acht.

Spiel 2 findet in der Nacht von Donnerstag auf Freitag erneut in San Antonio statt.

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