BASKET

San Antonio ist NBA-Champion

Die San Antonio Spurs sind NBA-Champion. Die Texaner gewannen das fünfte Spiel der NBA-Finals Serie gegen die Miami Heat mit 104:87 und haben sich damit die fünfte Meisterschaft ihrer Klubhistorie gesichert. Zum Finals-MVP wurde der erste 22-Jährige Kawhi Leonard ernannt, der mit 20 Punkten und zehn Rebounds zum dritten Mal in Serie den Matchwinner mimte.

Dabei erwischten die Heat zunächst den deutlich besseren Start. Der amtierende Champion aus Miami zeigte sich angeführt von einem überragenden LeBron James bissig und treffsicher und ging prompt mit 22:6 in Front. Doch das zu Beginn stark entfachte Feuer des Champions entpuppte sich letztlich nur als eine letzte Stichflamme, die San Antonio in Windeseile wieder in Keim ertstickte. San Antonio glänzte anschließend abermals mit an Perfektion grenzenden Teambasketball und stellte zur Halbzeit mit einem 41:18-Lauf wieder klare Verhältnisse her. Die 47:40-Halbzeitführung baute das Team von Gregg Popovich nach dem Seitenwechsel weiter auf beeindruckende Weise aus. Während bei Miami mit Ausnahme von LeBron James (31 Zähler) gar nichts lief, spielten sich die Spurs nicht zuletzt dank starker Vorstellungen von Manu Ginobili (19 Punkte) und Patty Mills (17) in einen Rausch. Auf Seiten der Heat folgte ob des bärenstarken Spiels der Spurs die pure Resignation. Dwyane Wade (11 Punkte, 4 von 12 aus dem Feld) blieb mal wieder nur ein Schatten seiner selbst und auch die Bank der Heat (23 Punkte) lieferte im Vergleich zur zweiten Garde der Spurs (47) nicht die nötige Unterstützung. Und somit bekamen die Spurs nach der bitteren Finalpleite aus dem Vorjahr ihre völlige verdiente Revanche. Überhaupt saß der Stachel so tief, dass Spurs-Leader Tim Duncan die letztjährige Final-Niederlage als Hauptgrund für den Erfolg in dieser Saison ausmachte: „Wir haben uns an letztes Jahr erinnert und daran, wie wir uns im Locker Room gefühlt haben. Das hat uns stark gemacht und uns hierhin zurückgebracht. Das ist unglaublich! Das macht das letzte Jahr erträglich.“ Die Finals-MVP-Ehren gehörten dann jedoch einem anderen. Der erst 22-Jährige Kawhi Leonard avancierte mit 17,8 Punkten (61,2 % Trefferquote) und 6,4 Rebounds im Schnitt zum drittjüngsten Finals-MVP aller Zeiten.

2014 NBA Finals Game Five

Ins Gesicht: Eine Szene, die die pure Dominanz der San Antonio Spurs in diesjährigen Finals-Serie zum Ausdruck bringt.

Fazit & Ausblick: In der diesjährigen Finals-Serie setzte sich der hervorragende Teambasketball der Spurs eindeutig gegen die individuelle Klasse der Heat-Stars (in diesem Fall sogar eher des einen Stars) durch. Während die San Antonio Spurs zum fünften Mal in den letzten 15 Jahren auf der Spitze des Basketballolymps thronen und sich nicht zuletzt aufgrund ihrer Kontinuität zur größten Sportfranchises der letzten Jahre entwickelt haben, droht der Big-Three-Ära in Miami ein jähres Ende. LeBron James, Dwyane Wade und Chris Bosh verfügen in diesem Sommer allesamt über eine Ausstiegsklausel. Die Finals haben eindeutig gezeigt, dass die Heat mit der vorhandenen Truppe nicht länger konkurrenzfähig sind. Doch wie schnell sich die Dinge wenden können, wie schnell man vom enttäuschenden Verlierer zum lachenden Sieger aufsteigen kann, haben nicht zuletzt die San Antonio Spurs in den letzten 365 Tagen vorgemacht.

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