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BASKET

Warum Kevin Durant mit Recht MVP wurde!

Gestern wurde endlich offiziell bestätigt, was die gesamte Basketballwelt im Grunde schon seit Monaten wusste: Kevin Durant ist der „Most Valuable Player‟ (MVP) der Saison 2013/14. In meinen Augen gab es bei dieser Wahl auch keine Alternative! Durant spielte in der abgelaufenen Spielzeit den besten Basketball seines Lebens und war der alles überragende Spieler – sowohl der gesamten Liga als auch seines Teams. Das spiegeln die Stimmen, mit denen er gewählt wurde, auch eindrucksvoll wider: 1.232 Punkte erhielt Durant, mit 891 Stimmen landete sein ärgster Konkurrent LeBron James weit hinter ihm auf dem zweiten Platz. „KD hatte ein Wahnsinns-Jahr. Ganz großen Respekt, er verdient es. Er spielte ein überragende MVP-Saison‟, fand „King James‟ nur lobende Worte für „Durantula‟ und akzeptierte seine Rolle als diesjährigen „Runner-Up‟.

Stolz: Kevin Durant ist zum ersten Mal Season-MVP.

Stolz: Kevin Durant ist zum ersten Mal in seiner NBA-Karriere Season-MVP.

Natürlich spielte auch LeBron wieder einmal eine atemberaubende Saison: 27,1 Punkte, 6,9 Rebounds und 6,4 Assists pro Partie sprechen eine deutliche Sprache. Aber das hier ist eben Meckern auf hohem Niveau, auf ganz hohem. „KD“ legte dieses Jahr im Schnitt 32,0 Zähler, 7,4 Boards und 5,5 Assists auf. Was zudem beeindruckt, ist die Tatsache, dass Durant im „Player Efficiency Rating‟ (PER) ligaweit auf dem ersten Platz steht: mit einer Wertung von 29,90 rangiert er vor LeBron (29,40).
Ihr wollt noch mehr Beweise, dass „Kev“ der verdiente MVP ist? Kein Problem: Der 2,06-Meter-Mann ist erst der vierte Spieler der NBA-Geschichte, der in einer Saison mindestens 32 Punkte, sieben Rebounds und fünf Assists verbuchen konnte. Achja, und dann ist da natürlich noch seine Serie von aufeinanderfolgenden Spielen mit mindestens 25 Punkten, von denen er mal eben 41 zeigte und damit sogar Michael Jordan übertraf (40 Partien). „Beständigkeit. Das ist sein Schlüssel zum Erfolg. Er bringt eine Arbeitsmoral zutage, die immer genau gleich ist. Er ist immer darin bemüht, ein beständiger Spieler zu sein, und das jeden einzelnen Tag‟, erklärt Thunder-Headcoach Scott Brooks. Und auch sein kongenialer Partner Russell Westbrook meint: „Er war der beständigste Spieler von allen die gesamte Saison über. Er hat einen großartigen Job gemacht und uns dahin geführt, wo wir jetzt sind.‟ Westbrook geht sogar noch weiter: „Er hat sich quasi vor jeden anderen in dieser Liga gestellt und gezeigt, dass er der beste Spieler der Welt ist.‟ Als der athletische Point Guard verletzungsbedingt 27 Spiele aussetzten musste (Dezember bis Februar), schulterte „KD“ die gesamte Verantwortung und führte sein Team von Sieg zu Sieg. Gerade in solchen Situationen wird der Wert eines Spielers für seine Mannschaft besonders deutlich.

Als Kevin Durant vor Beginn der zweiten Partie gegen die Clippers die MVP-Trophy erhielt herrshte Gänsehautatmosphäre.

Als Kevin Durant vor Beginn der zweiten Partie gegen die Clippers die MVP-Trophy erhielt herrschte Gänsehautatmosphäre.

Kevin Durant spielte schlicht und ergreifend auf einem anderen Level in diesem Jahr. Und dieses Level konnte selbst der MVP der letzten beiden Jahre, LeBron James, nicht erreichen. Nicht auszudenken, wo die Thunder ohne Durant stünden. Dieser Typ ist völlig zurecht „Most Valuable Player‟ geworden und hat es mehr als verdient! In seiner emotionalen Rede gestern war ihm deutlich anzumerken, wie viel ihm dieser Erfolg bedeutet. Jetzt fehlt nur noch die absolute Krönung seiner „perfekten“ Saison: Der Titel!

Text: Gregor Haag