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BASKET

Favoriten dominieren: Miami und San Antonio erfolgreich

Der zweite Halbfinal-Tag wurde von den Favoriten bestimmt: Miami fuhr in eigener Halle einen lockeren Sieg ein, während die Spurs ihre ganze Klasse ausspielten und die Trail Blazers alt aussehen ließen.

EASTERN CONFERENCE

#2 Miami Heat vs. #6 Brooklyn Nets (Serie: 1:0)
Game 1: 107:86

Vielleicht lag es daran, dass die Miami Heat nach dem Sweep über die Bobcats deutlich mehr Zeit hatten, sich von der ersten Playoff-Runde zu erholen – vielleicht aber auch einfach schlicht an ihrer „greatness‟: Die Brooklyn Nets wurden gestern Nacht jedenfalls von Miami  mit 107:86 überrollt, LeBron und Co. nehmen eine entspannte 1:0-Führung mit ins zweite Spiel. Dabei wirkte es größtenteils so, als müssten sich die Heat-Spieler noch nicht einmal wirklich anstrengen, um den Sieg einzufahren – sie spielten einfach routiniert und gekonnt ihren Stiefel herunter und kamen am Ende mit einem lockeren 21-Punkte-Win davon. Bezeichnenderweise dominierte LeBron James das Spiel auch nicht wie sonst: 22 Punkte, fünf Boards und drei Vorlagen sind für seine Verhältnisse relativ wenig. Die Last verteilte sich auf mehreren Schultern: Ray Allen zum Beispiel streute 19 Zähler ein und versenkte vier seiner sieben Dreier. Auch Chris Bosh zeigte mit 15 Points und elf Rebounds ein alles andere als schlechtes Match; Chris Andersen hielt mit seinen vier Blocks die Zone sauber. Tragischer Held auf Nets-Seite war Deron Williams: je zwei Buzzer-Beater zum Ende des zweiten und des dritten Viertels sowie 17 Zähler bei 70 % verwandelter Würfe reichten nicht für einen erfolgreichen Abend seiner Mannschaft. Zudem waren die Routiniers Garnett (null Punkte in 16 Minuten) und Pierce (acht Punkte) keine Faktoren. Wenn man bedenkt, was passieren wird, wenn Miami erst mal richtig aufdreht …

Tony Parker führte San Antonio mit 32 Zählern zum Sieg.

Tony Parker führte San Antonio mit 33 Zählern zum Sieg.

WESTERN CONFERENCE

#1 San Antonio Spurs vs. #5 Portland Trail Blazers (Serie: 1:0)
Game 1: 116:92
Die San Antonio Spurs haben gestern Nacht wieder einmal gezeigt, wie unglaublich stark und routiniert sie sind. In einem Spiel, in dem die Mannschaft von Gregg Popovich in keiner Sekunde hinten lag, hatten die Portland Trail Blazers nicht viel entgegenzusetzen. Das lag zum einen an Tony Parker, der im zweiten Spiel hintereinander mindestens 30 Punkte erzielen konnte (33 an diesem Abend), 54 Prozent seiner Würfe verwandelte und ein herausragendes Spiel zeigte. Zum anderen lag es aber auch an der starken Wurfquote San Antonios: 50,6 % der Würfe aus dem Feld fanden ihr Ziel, starke 43,8 % waren es von der Dreierlinie. Portland hingegen erwischte keinen guten Abend und brachte lediglich schwache 25 Prozent der Dreier im gegnerischen Korb unter sowie 37,8 aus dem Feld. Aber was vor allen Dingen herausstach, war die überragende Bank-Perfomance der Spurs: sagenhafte 50 Punkte kamen von der Auswechselbank des Teams aus Texas – Portlands Reservisten dagegen steuerten nur ganz schlechte 18 Punkte bei. Das zeigt mal wieder, wie wichtig ein tief besetzter Kader ist, und beweist, warum Terry Stotts seine Starting-Five länger als irgendein anderes Team in der Regular Season spielen ließ: Die Trail Blazers haben einfach zu wenig Firepower von der Bank. Wenn LaMarcus Aldridge (32 Punkte, 14 Rebounds) und Co. nicht unter die Räder kommen wollen, müssen sie sich wieder auf ihre Stärken besinnen, attraktiven Offensivbasketball spielen, deutlich besser treffen und am Perimeter aggressiver verteidigen. Game 2 steigt morgen im At&t-Center.

 

Text: Gregor Haag

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