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BASKET

Eng, enger, 1. Runde der Playoffs 2014

Wir erleben Schlachten und Krimis, Top-Leistungen und Enttäuschungen. Ganz klar: Diese erste Playoffrunde ist eine der besten der letzten Jahre! Mit strahlenden Siegern und tragischen Helden. Verdammt, sind das geile Playoffs!

In der jüngsten Nacht erbrachten die involvierten Teams weitere Gründe für diese Aussage: Oklahoma City erkämpfte sich gegen die Memphis Grizzlies nicht nur einen 104:84-Sieg, sondern dadurch auch ein alles entscheidendes Spiel 7. Die Los Angeles Clippers teilten derweil das Schicksal der Grizzlies und mussten sich den Golden State Warriors geschlagen geben (99:100), weshalb auch im „Battle of California“ ein siebtes Game die Entscheidung bringen muss.

Während das bei diesen beiden Serien im Vorhinein als „durchaus möglich“ angesehen wurde, überrascht doch sehr, was im Osten zwischen Atlanta und Indiana abläuft. Die Underdogs aus Atlanta, bei denen Dennis Schröder erste Playoff-Luft schnuppern konnte, düpierten die an Nummer 1 gesetzten Pacers mehrmals und hatten in der jüngsten Nacht die Chance, die Serie zu entscheiden. Doch Indiana besann sich seiner Stärken und schlug zurück – mit einem 95:88-Auswärtserfolg, der die Serie zurück nach Indiana bringt, ebenfalls zum alles entscheidenden Spiel 7.

Erzwang mit seinen Warriors ein siebtes Spiel: Steph Curry.

Erzwang mit seinen Warriors ein siebtes Spiel: Steph Curry.

Heute Nacht haben die Dallas Mavericks um Dirk Nowitzki nun die Chance, es diesen Teams gleich zu tun und gegen die San Antonio Spurs, die als haushoher Favorit in die Serie gestartet waren, ein siebtes Spiel zu erzwingen. Aktuell führen die Spurs im Texas-Derby ebenso mit 3:2 wie die Portland Trail Blazers gegen die Houston Rockets. Die Raketen konnten das letzte Duell für sich entscheiden, müssen nun aber zwingend gewinnen, um die Serie ins Game 7 zu bringen. Ja, alles dreht sich um das eine, das entscheidende und ausschlaggebende Spiel 7 – auch in Brooklyn. Die Nets fighten gegen Toronto – die Stimmung bei Raptors-Heimspielen ist einfach nur überragend – um ihren Titeltraum, liegen mit 2:3 hinten, wissen aber um ihre Chancen und dass sie die Kanadier schlagen können. Ja, das sind einfach nur verdammt ausgeglichene und bärenstarke Playoffs!

Einzige Spielverderber bei der an Spannung kaum zu übertreffenden ersten Playoffrunde sind die Heat und Wizards. Während Miami ganz souverän und ungefährdet – wäre Al Jefferson fit und nicht am Knie verletzt gewesen, hätten die Bobcats einen Sieg geholt – die Charlotte Bobcats ausschaltete (4:0), siegte Washington überraschend deutlich mit 4:1 gegen die Chicago Bulls. John Wall und Co. präsentierten sich dabei ein ums andere Mal in starker Verfassung und werden in der zweiten Runde ebenfalls für Furore sorgen können.

Soweit sind wir allerdings noch nicht, denn zunächst müssen die Teams, die noch nicht für die zweite Runde qualifiziert sind, den entscheidenden Schritt setzen. Viele von ihnen werden es in Spiel 7 müssen, andere können Spiel 6 nutzen. Aber so, wie diese Playoffs bisher verlaufen sind, ist eines klar: Prognosen lassen sich kaum stellen – geile Playoffs!

Henning Kuhl