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BASKET

Ernüchterung

Das haben sich die Verantwortlichen und Fans der Brooklyn Nets aber ganz anders vorgestellt: Vom Titel und einer überragenden Saison war im Sommer die Rede. Der einzig wahre Gegner für die Miami Heat, so wurde die Truppe aus New York auch bezeichnet. Doch nun, nach sieben absolvierten Partien in der neuen Saison, kehrt Ernüchterung rund um die Franchise ein.
Indiana Pacers v Brooklyn Nets
Nur zwei Siege konnten die ambitionierten Nets einfahren. Auf die Auftaktniederlage gegen Cleveland (94:98) folgte ein hauchdünner Heimerfolg über Miami (101:100), eine deutliche Auswärtspleite in Orlando (86:107) sowie ein souveräner Heimsieg gegen Utah (104:88). Die Gefühlslage war gemischt bei Deron Williams und Co., erste Zweifel an der zusammengekauften Star-Truppe wurden laut. Die Reaktion der Brooklyn-Boys auf die Kritik hätte kaum schlechter sein können: Es folgten drei Niederlagen in Serie (108:112 vs. Washington, 91:96 vs. Indiana, 86:107 vs. Sacramento) und die ernüchternde Erkenntnis: Brooklyn ist (noch) meilenweit davon entfernt, ein Top-Team zu sein.
Und das liegt insbesondere auch an den Starspielern. Deron Williams (11,1 PPS) und Kevin Garnett (6,0) laufen den Erwartungen nicht nur hinterher, sondern spielen so schwach wie nie zuvor in ihrer Karriere! Auch Shooting Guard Joe Johnson (12,7 PPS, 2,4 REB, 2,0 AS) ist bis zum jetzigen Zeitpunkt der Saison eine einzige Enttäuschung. Lediglich Center Brook Lopez (19,6 PPS, 6,4 REB) und Small Forward Paul Pierce (13,4 und 6,6) fallen unter den Stars positiv auf. Insgesamt können aber auch ihre Leistungen nichts an dem Gesamtbild ändern: Brooklyn steckt in der Krise!
Rookie-Coach Jason Kidd hat weder in der Offensive (95,7 PPS, NBA-Rang 20) noch in der Verteidigung (101,1 gegnerische Punkte, NBA-Rang 20) ein Mittel gefunden, sein Team stärker zu machen. Und anstatt die Eastern-Conference anzuführen und den Spitzenteams aus Miami und Indiana die Stirn zu bieten, dümpeln die Nets auf dem vorletzten Platz vor sich hin. In der gesamten Liga gibt es nur zwei Franchises (Washington und Utah), die eine schlechtere Bilanz als die Kidd-Truppe vorzuweisen haben. Damit kann Brooklyn nicht zufrieden sein. Und je länger die Nets brauchen, um aufzuwachen und ihren Rhythmus zu finden, desto größer wird der Rückstand auf die anderen Teams, die währenddessen um die Tabellenspitze kämpfen. Wer hätte das vor Saisonbeginn gedacht…