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BASKET

Preview NBA-Conference-Semifinals

Da waren es nur noch acht! In der NBA sind die letzten Erstrunden-Entscheidungen gefallen und die acht Teams, die nun um den Einzug in die Conference Finals kämpfen, stehen fest. Hier unsere Preview zu den vier Paarungen der Conference Semifinals.

Eastern Conference:

Philadelphia – Boston 1:1

In den ersten zwei Partien (91:92 und 82:81) haben die Fans beider Lager schon einen Vorgeschmack darauf bekommen, wie eng es in der Serie zugehen wird. Nur Nuancen werden über den Ausgang der Serie zwischen zwei der besten Abwehrreihen der Liga entscheiden. Vieles wird darauf ankommen, welches Team schneller seinen Rhythmus in der Offensive findet, mehr Ballverluste forciert und leichte Punkte einstreuen kann. Weitere wichtige Faktoren, die über den Ausgang der Serie entscheiden werden, sind die Duelle zwischen Paul Pierce und Andre Iguodala, sowie Rajon Rondo gegen Jrue Holiday sein. Der leicht angeschlagene Celtics-Forward „PP“ war in der Erstrunden-Serie gegen die Atlanta Hawks der herausragende Akteur. Bisher hat „The Truth“ allerdings nur zwei suboptimale Auftritte hinlegen können und mit 14 Zählern in Spiel eins und gerade einmal sieben Punkten in Spiel zwei deutlich unter seinen Möglichkeiten agiert, woran „Iggys“ Defensive definitiv nicht ganz unschuldig ist. Derweil konnte Rondo in Spiel eins schalten und walten, wie der Point Guard nur wollte und führte das Team aus „Beantown“ mit einem Triple-Double (17 AS, 13 P, 112 REB) zum Erfolg. In Spiel zwei hatten die Sixers mehr Kontrolle und hatten den Point Guard besser im Griff, doch am Ende des Tages wird es darauf ankommen, ob die Mannschaft von Doug Collins weiterhin in der Lage sein wird, ihr volles Potenzial in der Crunchtime abzurufen.

 

Miami – Indiana 1:0

Trotz eines durchaus überzeugenden 95:86-Erfolgs im ersten Spiel müssen die Miami Heat eine große Lücke schließen. Power Forward Chris Bosh fällt mit einer Bauchmuskelzerrung aller Wahrscheinlichkeit nach für den Rest der Serie aus, was der Heat-Frontline endgültig den Schrecken nimmt. Die Folge: Der frisch gekürte MVP LeBron James (32 Zähler) und Superstar-Kollege Dwyane Wade (29) müssen wie in der zweiten Hälfte von Spiel eins noch mehr die Offensivlast auf ihren Schultern tragen, als sie es ohnehin schon tun. Auf der anderen Seite müssen Danny Granger (sieben Zähler und 1 v 10 aus dem Feld) und Paul George (sechs Punkte und 1 v 5 aus dem Feld) Mittel und Wege finden, in der Offensive eine gewisse Produktivität gegen das Star-Duo aus South Beach aufs Spielfeld zu bringen. Sollte das Team von Frank Vogel dieses Problem in den Griff bekommen und es zudem noch schaffen, dass Leistungsträger wie Paul George und Roy Hibbert nicht in Foulprobleme geraten, könnten sich die Pacers wirklich als Stolperstein der „Heatles“ entpuppen. Nicht zuletzt weil deren Headcoach Eric Spoelstra ohne Bosh auf eine dritte verlässliche Option im Angriff auskommen muss. Für den Rest der Heat heißt das, dass sie umso mehr gefordert sind. Vor allem Mike Miller, Mario Chalmers, Udonis Haslem und Shane Battier müssen mehr Verantwortung in der Offensive übernehmen, wenn der Traum vom Titel nicht schon in der zweiten Runde in Rauch aufgehen soll.

 

Western Conference:

San Antonio – L.A. Clippers

Nach der engen Serie (4:3) gegen die Memphis Grizzlies reisen die Los Angeles Clippers sowohl angeschlagen, als auch begeistert nach Texas. Blake Griffin hat immer noch Probleme mit seinem verstauchten Knie und Chris Paul laboriert weiterhin an den Nachwirkungen seiner Leistenverletzung aus Spiel fünf. Dennoch herrscht beim „anderen“ Team aus L.A. große Eurphorie, da die Clips seit ihrem Umzug in die kalifornische Metropole erst zum zweiten Mal überhaupt in der zweiten Runde der Postseason stehen. Derweil reiten die Spurs auf einer ganz anderen Euphoriewelle. Nach dem „Sweep“ in der ersten Playoff-Runde gegen die Utah Jazz hat das Team um das Trio Tim Duncan, Tony Parker und Manu Ginobili 14 Partien in Folge gewonnen und gehört durch seine Tiefe, Qualität und Erfahrung längst nicht mehr nur in San Antonio zu den ganz großen Titelfavoriten. Nein, Headcoach Gregg Popovich schickt jeden Abend ein Team aufs Spielfeld, dass die Meisterprüfung schon lange abgelegt hat. Dennoch wird die Serie mit ziemlicher Wahrscheinlichkeit kein Spaziergang werden. Ausschlaggebend wird vor allem das Duell zwischen Parker und Paul auf der Point-Guard-Position sein. Der athletische Frontcourt um Griffin, DeAndre Jordan und Kenyon Martin wird die Spurs ebenfalls vor einige Probleme stellen. Doch während die Clippers jeden Abend nach einer dritten und vierten Option in der Offensive suchen müssen, haben die Texaner mit Boris Diaw, Stephen Jackson, Gary Neal, Thiago Splitter und Kawhi Leonard eine ganze Reihe von Akteuren, die bereits bewiesen haben, dass sie in einem Spiel den Unterschied ausmachen können.   

 

Oklahoma City – L.A. Lakers 1:0

Es hatte sich schon vor der Klatsche in Spiel eins (90:119) angebahnt, dass die Lakers wohl nicht in der Lage sein werden, mit den Oklahoma City Thunder mitzuhalten. Vor allem gegen den Speed von Russell Westbrook scheint das Team von Mike Brown kein Gegenmittel zu haben. Immer wieder ging der Guard den Verteidigern durch die Lappen und konnte durch seine Penetration einfache Punkte selbst machen oder die Defensive des Traditionsklubs so in einen Hühnerhaufen verwandeln, dass sich daraus immer gute Würfe ergaben. Die vermeintliche Überlegenheit unter dem Korb war über weite Strecken kein Faktor, weil Perkins ein ausgezeichneter Verteidiger am Block ist, Ibaka mit seiner Athletik Pau Gasol im Schach halten kann und die Bankspieler – allen voran Nick Collison und Nazr Mohammed – Veteranen sind, die ihre Aufgaben genau kennen. Dennoch sollte niemand Kobe Bryant unterschätzen. Der Lakers-Star hat mehr als einmal gezeigt, dass er die Lakers im Alleingang zum Sieg ballern kann. Und auch wenn Spiel eins eine Demonstration der Thunder war, ist das Team aus dem „Sooner-State“ nicht unschlagbar. Vor allem wenn man bedenkt welchen Ehrgeiz die „Mamba“ an den Tag legt, wird sich „Lila und Gold“ in Spiel zwei stark verbessert präsentieren. Dennoch bereitet vor allem der eklatante Unterschied der Bankspieler großes Kopfzerbrechen in der Stadt der Engel. Denn „Super-Sub“ James Harden erzielt in den Playoffs mit durchschnittlich 18,0 Zählern pro Partie nur drei Zähler weniger als die komplette Lakers-Bank während der regulären Saison!