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BASKET

Unzufriedenheit der Spieler wächst

Ungefähr 50 Spieler, die unzufrieden mit der Entwicklung der Lockoutgespräche sind, haben sich am Donnerstag in New York getroffen und über eine Eigeninitiative diskutiert. Das Vertrauen in die Spielergewerkschaft um Billy Hunter und Derek Fisher scheint gebrochen zu sein. Wortführer sind laut einem Bericht von ESPN Top-Stars Paul Pierce, Ray Allen, Dwight Howard und Dwyane Wade!

Angeblich diskutierten sie über ihre Möglichkeiten, mit einem „Alleingang“ in die Verhandlungen einsteigen zu können. Dies wäre nur der Fall, wenn sie die bestehenden Strukturen brechen und die Spielergewerkschaft auflösen würden (wie im NFL Lockout im Sommer ebenfalls geschehen). Im Rahmen einer Telefonkonferenz sollen mit einem Anwalt die Vor- und Nachteile einer Auflösung diskutiert worden sein.

Um diesen höchst komplizierten Schritt überhaupt gehen zu können, müssten  sich 30% der Spieler in einer Versammlung zusammenschließen, eine Petiton unterschreiben, mit der das bestehende System der NBA – sprich sämtliche Regelungen wie der Salary Cap – aufgelöst werden. Die unzufriedenen Spieler hätten somit mehr Möglichkeiten, könnten eine kartellrechtliche Klage gegen die NBA anstreben und würden somit den Druck auf die Union und die NBA drastisch erhöhen. Die beiden Partien hätten nach Einreichung der Unterschriften-Liste nämlich „nur“ 45 Tage Zeit, um sich zu einigen und den Zerfall des Systems zu verhindern.

Eine solche Entwicklung erscheint aber zum jetzigen Zeitpunkt eher unwahrscheinlich, da die Liga für Jahre unter den Regeländerungen zu leiden hätte und auch die Spieler daran nur bedingtes Interesse haben dürften. Dennoch werden die Owner und David Stern diese Entwicklung in Spielerkreisen nicht gerne sehen und stehen daher vermehrt unter Druck.

Falls die Spieler tatsächlich gegen das System angehen, spricht das nicht für das Vorranschreiten der Verhandlungen, da man keine andere Möglichkeit mehr sieht, den Druck auf die Owner auszuüben. Die Spieler würden quasi zugeben, ihren letzten Trumpf gezogen zu haben.

Die Liga verstrickt sich auf der anderen Seite zunehmend in Widersprüche. Zunächst hieß es, das es den Ownern lieber wäre, wenn nicht gespielt wird, da so die Verluste geringer gehalten werden würden. Zuletzt gingen sie aber wieder mit den Angeboten an die Spielergewerkschaft runter, da Spiele ausfallen, Einnahmen ausbleiben und die Verluste angeblich zu groß sind, um die vorherigen Angebote zu halten.

Fakt ist: Nachdem es zwischenzeitlich in den Verhandlungen recht gut aussah, sind die Fronten nun wieder verhärtet, eine Beendigung des unsäglichen Lockouts ist nicht in Sicht und es drohen schon jetzt weitere Spielabsagen.

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