BASKET

Overtime-Knaller in Boston

Am Wochenende sind die Playoffs mal wieder ihrem Ruf gerecht geworden, die spannendste Phase der Saison zu sein. Beim Spiel Boston gegen Milwaukee konnten die Celtics mit 113:107 nach Verlängerung gewinnen.

Obwohl bei einer Serie des Zweiten gegen den Siebten im Osten zunächst die Favoritenrolle klar scheint, konnte den schlechter platzierten Bucks gegen die angeschlagenen Celtics durchaus etwas zugetraut werden. Und so kam es dann auch. Wie erwartet wurde den Fans im TD Garden ein heißes Kopf-an-Kopf-Duell geboten.

15 Sekunden vor Ende kann Milwaukee durch einen Dreier von Brogdon noch ausgleichen, was Boston die Chance auf den Buzzer-Beater gibt. Point Guard Terry Rozier nimmt das Heft in die Hand und trifft, nach einem spektakulären Crossover und Step-Back, von Downtown für die Führung. Jeder in Boston glaubt zu diesem Zeitpunkt an die Entscheidung. Denn auf der Uhr stehen nur noch 0,5 Sekunden.

Boston

Terry Rozier sah nach seinem Dreier bereits wie der Schütze des Gamewinners aus. Doch dann konterte Middleton und die Partie ging in die Overtime (Foto: Getty Images).

Eine halbe Sekunde bleibt den Bucks noch, aber nachdem sich beim Einwurf kein Spieler in eine gute Wurfposition bringen kann, wirkt es nicht wahrscheinlich, dass die Bucks hier noch irgendwas erreichen können. Irgendwie bekommt Khris Middleton zwischen Dreier- und Mittellinie noch den Ball, wirft ihn in Richtung Korb und spricht ein kurzes aber effektives Gebet, denn die „Hail-Mary“ trifft tatsächlich ihr Ziel und es geht in die Nachspielzeit.

Nach dem wilden Ende der regulären Spielzeit, können die Celtics jedoch einen kühlen Kopf bewahren und die Verlängerung erfolgreich gestalten. Schlussendlich starten die Kelten die Serie planmäßig mit 1:0.


Beim Sieg Bostons konnte besonders die Defense um All Star Al Horford überzeugen. Offensiv verteilte sich das Scoring auf mehrere Schultern und so konnten gleich fünf Spieler 19 oder mehr Punkte erzielen (Horford, Tatum, Brown, Rozier, Morris). Die Abwesenheit der primären Offensivoption Kyrie Irving machte sich trotzdem, besonders in der ersten Hälfte, bemerkbar. Auf der Gegenseite konnten Giannis Antetokounmpo (35 Punkte, 13 Rebounds, sieben Assists) und Khris Middleton (31 Punkte, acht Rebounds, sieben Assists) sehr gute Leistungen erbringen. Vom Rest des Teams kam, gerade wenn der„Greek Freak“ auf die Bank ging, zu wenig Hilfe.

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