BASKET

LeBron führt Cavs im Alleingang zum Sieg

„King James“ beweist, mit einer Monster-Performance in Spiel zwei gegen die Pacers mal wieder, warum er der König der NBA ist. Durch den 100:97-Sieg sind aber noch nicht alle offenen Fragen um die Cavaliers beantwortet.

Man muss sich die Statistiken von LeBron James einmal auf der Zunge zergehen lassen: 46 Punkte, zwölf Rebounds, fünf Assists und zwei Steals. Dabei schiesst er unglaubliche 17 von 24 aus dem Feld und macht einfach mal so die ersten 16 Punkte für die Cavs. Nach dem schrecklichen Start in Spiel eins, war der Anfang dieser Begegnung das komplette Gegenteil. James sagte bereits nach Spiel eins, dass er sich nicht wirklich Sorgen um die nächsten Spiele mache: „Ich war schon 1:3 in den Finals hinten und hab den Titel noch gewonnen.“ James lässt auf seine Worte Taten folgen und zeigt mal wieder eindrucksvoll seine Dominanz in der Liga.

LeBron James

Es war James 20. Playoff-Spiel mit 40 oder mehr Punkten. (Foto: Getty Images)

Cleveland ist jedoch, trotz LeBrons Leistung, nicht alle Zweifel los, die nach Spiel eins aufkamen. So konnten im zweiten Match nur Kevin Love (15 Punkte) und Kyle Korver (zwölf Punkte) zweistellig punkten. Viel zu wenig Unterstützung kam vom Rest der Truppe, wie von Rodney Hood (fünf Punkte) oder Jordan Clarkson (zwei Punkte). Zudem haben die Cavs in Spiel zwei bereits ihre 32. Starting Five der Saison ausprobiert. Auch wenn diese etwas besser funktionierte als zuletzt, sind sie noch weit davon entfernt routinierten Basketball zu spielen.

Darüber hinaus war es bei weitem nicht der deutliche Sieg, den man eventuell erwarten konnte. Wenn „Playoff-LeBron“ fast 50 Punkte bei einer Wurfquote von über 70 Prozent erzielt, müsste dies am Ende doch zu einem Blowout reichen. So konnten die Cavs zwar das erste Viertel mit 33:18 für sich entscheiden, anschließend begann jedoch die Aufholjagd für Oladipo (22 Punkte, sechs Assists) und Indiana, die sie eine Minute vor Schluss auf drei Punkte ran brachte.

Zwar konnten sie ihre Chance nicht nutzen, aber hätte Indiana besser getroffen (27% Dreier) oder hätte Oladipo den weit offenen Wurf von „Downtown“ kurz vor Schluss getroffen, hätte ganz leicht alles anders kommen können. So zittert sich Cleveland in eigener Halle am Ende zu einem Sieg.

Dieses Spiel, das als Ausrufezeichen LeBron James’ in Erinnerung bleiben wird, bringt ironischerweise für sein Team eher Fragezeichen auf. James kann nicht in jedem Spiel alle Aufgaben für die Cavaliers übernehmen. Oder vielleicht doch, er ist immerhin LeBron James…

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