BASKET

Clippers verderben Dirks Meilenstein

Als sechster Spieler der NBA-Geschichte hat Dirk Nowitzki die 50.000-Minuten-Marke geknackt. Diesen Meilenstein hätten die Dallas Mavericks mit einem Auswärtssieg gegen die Los Angeles Clippers gebührend feiern können. Doch eine richtig miese Schlussphase der Mavs verdarb dem Deutschen die Party.

Am Anfang taten sich die Gäste aus Texas schwer. Dadurch, dass Harrison Barnes mit einer Knöchelverletzung pausieren musste, rückte Point Guard Yogi Ferrell in die Starting Five. Durch die kleine Aufstellung der Mavericks war es den LA Clippers in nahezu jedem Angriff möglich, ein Missmatch zu finden.

In Viertel zwei kamen die Mavs jedoch dann besser in Schwung. Und endlich war es soweit: Dirk Nowitzki (zwölf Punkte, sechs Rebounds) durchbrach als erst sechster Spieler der NBA-Historie die 50.000-Minuten-Marke. Die Legenden, die es bereits vor Dirk vollbracht hatten, so lange auf dem Parkett zu stehen, sind Kareem Abdul-Jabbar, Karl Malone, Kevin Garnett, Jason Kidd und Elvin Hayes. In diese Berechnungen zählen jedoch nur Minuten, die in der Regular Season gespielt wurden.

Nach der Halbzeitpause entwickelte sich das Geschehen zu einer spannenden Begegnung, in der Dallas zum Großteil der Zeit die Führung inne hatte. An seinem großen Abend begann das „German Wunderkind“ das dritte Viertel mit einem falsch buchstabierten Namen auf dem Rücken („Nowitkzi“), worüber der Deutsche jedoch auch lachen konnte. Wesley Matthews (23 Punkte, zwei Rebounds, fünf Assists) und Veteran Devin Harris (16 Punkte) waren die besten Punktesammler aufseiten der Mavs.

Im stolzen Alter von 39 Jahren legt Dirk Nowitzki immer noch 12,1 PPS und 5,6 REB auf. (Foto: Getty Images)

Gut fünf Minuten vor Spielende lagen die Gastgeber mit zehn Punkten in Rückstand. Doch dann begann die späte Aufholjagd. Angeführt von einem überragend spielenden Danilo Gallinari (28 Punkte, fünf Rebounds, 9/13 FG) sogen sich die Clippers immer näher an ihre Widersacher heran. Dazu spielte es dem Heimteam vor allem in die Karten, dass sich die Mavericks viele Turnover in der Schlussphase leisteten. Das Team von Clippers-Coach Doc Rivers beendete das Spiel mit einem 13:0-Run, welcher Dallas das Genick bracht.

Mavs-Headcoach Rick Carlisle war nach dem hergeschenkten Spiel unzufrieden, wusste aber gleichzeitig auch Nowitzkis große Karriere zu würdigen: „Wenn man kurz vor Ende des Spiels so hoch in Führung ist, muss man es einfach schaffen gute Würfe zu kreieren und den Ball zu schützen – wir haben beides nicht geschafft. Was Dirk betrifft: Dass er so lange auf einem solch hohen Niveau spielen kann, ist in der Geschichte des Sports fast einzigartig.“

Robert Lambrecht

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