BASKET

Comeback-Sieg der Celtics in London

Beim Global Game in London haben die Boston Celtics einen 22-Punkte-Rückstand wett gemacht und die Philadelphia 76ers nach Monster-Comeback besiegt.

Das Global Game in London war, wie in den letzten Jahren, auch 2018 ein Event, das Fans und Prominente aus ganz Europa anzog. Auf das Aufeinandertreffen der Celtics und Sixers fieberten mehr als 19.000 Zuschauer in der Londoner Arena „The O2“ hin. Unter anderem am Spielfeldrand dabei: DFB-Star Julian Draxler, Atletico-Madrid-Stürmer Antoine Griezmann, etliche Fußballgrößen der englischen Premier League und natürlich auch BASKET selbst.

Vor Spielbeginn richteten zwei der Hauptakteure des Abends, Kyrie Irving und Joel Embiid, noch ein paar Worte an die Fans, die der Kameruner Center mit den Worten „Trust the Process“ beendete. Danach begann die wilde Fahrt. Im Anfangsviertel war es J.J. Redick (22 Punkte, sieben Rebounds, drei Assists), der den Celtics das Leben schwer machte. Da Shooter Robert Covington und Center-Star Embiid (15 Punkte, zehn Rebounds, fünf Assists) so gut verteidigt wurden, dass diese kaum scoren konnten, profitiere Redick von guten Zuspielen seiner Mitspieler.

Die Boston Celtics gewannen auch ihr zweites Global Game, nachdem sie 2015 in Mexico City bereits die Sacramento Kings schlugen. (Foto: Getty Images)

Auch im folgenden Spielabschnitt geriet die Celtics-Maschine noch nicht ins Rollen. Einige Fehlwürfe und Turnover machten es den 76ers leicht, die nach gut 18 gespielten Minuten mit ganzen 22 Punkten in Führung lagen. Doch aufseiten der Kelten wurden vor allem Jaylen Brown (21 Punkte, vier Rebounds, drei Steals) und Kyrie Irving (20 Punkte, sechs Rebounds, sieben Assists) immer stärker.

Nach der Halbzeit trat dann das ein, was sich zum Ende der ersten Halbzeit abzeichnete. Das Team von Boston-Headcoach Brad Stevens vollendete eine furiose Aufholjagd per Dunk von Daniel Theis zur zwischenzeitlichen 69:68-Führung. Von diesem Zeitpunkt an kontrollierte der Spitzenreiter der Eastern Conference das Geschehen. Nur als Marcus Morris (19 Punkte, acht Rebounds) vom schwach spielenden Sixers-Rookie Ben Simmons (15 Punkte, zwei Rebounds, drei Assists) kurz vor Schluss bei einem Pick-Versuch umgerannt wurde, erhitzten sich die Gemüter noch einmal. Doch einige Minuten nach diesem Handgemenge war das Spiel zu Ende. Mit einem 114:103-Sieg verabschiedeten sich die Celtics aus der Hauptstadt Großbritanniens.

Brett Brown, Coach Philadelphias, war vor allem von der Verteidigung der Gegner schwer beeindruckt: „Heute haben wir gegen das defensivstärkste Team der Liga gespielt und haben das in voller Härte zu spüren bekommen.“ Point Guard Kyrie Irving wollte auch nach dem Sieg die Konzentration hochhalten: „Es ist gut an Schicksal zu glauben. Aber wir müssen weiter Spiel für Spiel angehen. Einen NBA-Titel zu gewinnen ist eines der schwersten Dinge, die es gibt.“

Robert Lambrecht

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