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Warriors: Der Masterplan

Der Erfolg der Golden State Warriors ist nicht über Nacht gekommen. Er ist das Resultat einer ganzen Reihe von richtigen Entscheidungen. BASKET kennt die Geheimnisse und Hintergründe, die die „Dubs“ vom Looser-Team zur (fast) unschlagbaren ­Supermacht geformt haben!

Die Golden State Warriors sind das Nonplusultra der NBA. Sie gehen nicht nur als Titel­verteidiger in die Saison, sondern sind erneut der unumstrittene Favorit auf die Meisterschaft. Laut Draymond Green wissen die Gegner ohnehin schon, dass sie gegen die „Dubs“ keine Chance haben. Zudem erklärte er, es ärgere ihn sehr, dass es in den Finals 2017 gegen die Cavs keinen „Sweep“ gab. In einem Gespräch mit dem Magazin „GQ“ reagierte „Glue Guy“ Green außerdem überheblich auf ein Zitat von Rockets-GM Daryl Morey, der die Warriors als „nicht unschlagbar“ bezeichnet hatte. Green erklärte: „Was redet er für ein Zeug? Sie haben doch ihre komplette Strategie überdacht, damit sie uns eventuell schlagen können. Denn die Teams wissen, dass sie keine Chance gegen uns haben.“ Um die Dominanz der „Dubs“ weiß tatsächlich jeder in der NBA. Fans, Spieler und auch Experten. NBA-Analyst Chris Webber sagte unmittelbar vor dem Saisonstart in einer internationalen Telefonkonferenz: „Es ist nicht mal knapp. Es tut mir leid, es so sagen zu müssen, aber die Warriors sind mit großem Abstand das beste Team der NBA. Daran ändern auch die vielen spektakulären Spielerwechsel des Sommers nichts.“

Auch wenn es die jüngeren NBA-Fans nicht wahrhaben wollen. Es gab eine Zeit, in der die Golden State Warriors eines der miesesten Teams der gesamten NBA waren. Wie wurde also aus der „grauen Maus“ das „Power­house“ der NBA? Welche Entscheidungen führten dazu, dass in der kalifornischen Bay Area der „mit Abstand beste Basketball der NBA gespielt wird“, wie TNT-Experte Reggie Miller seinem Kollegen Webber zustimmte?

Eine Antwort darauf liefert vielleicht eine Rückblende: Zwischen 1995 und 2012 gehören die „Dubs“ ohne jede Frage zu den unspektakulärsten Mannschaften der NBA. Nur ein einziges Mal gelingt ihnen in diesem Zeitraum der Einzug in die Playoffs. Ausgerechnet Dirk Nowitzki, der aufgrund grandioser Leistungen und des überragenden 67:15-Records seiner Dallas Mavericks zum MVP ernannt wird, bekommt dies 2007 zu spüren. In der ersten Runde gewinnen die Warriors als Eighth Seed völlig überraschend gegen die favorisierten Mavericks. Baron Davis, Al Harrington, ­Stephen Jackson und Jason Richardson heißen damals die Protagonisten der Warriors. Auch Monta Ellis gehört schon zum Team, das anschließend erneut fünf Saisons am Stück die Postseason verpasst.

Der große Umbruch

Auch wenn Stephen Curry 2009 an 7. Stelle im Draft ausgewählt wird, müssen rückblickend die Jahre 2011 und 2012 als entscheidende Umbruchphase begriffen werden. Zur Spielzeit 2011/12 wird Headcoach Mark Jackson verpflichtet. Jackson, der als Spieler 1997 für die Pacers die Liga in Assists anführte, setzt spieltaktisch bereits auf den Stil, der die „Run-and-gun“-Warriors heute auszeichnet. Der rasante Offensiv-Basketball elektrisiert das lautstarke Publikum in der Oracle Arena. Zudem kommt Jackson zu dem Schluss, dass sein aus Stephen­ Curry und Monta Ellis bestehender Backcourt nicht harmoniert. Der junge Coach entscheidet sich für Stephen Curry und schenkt diesem fortan sein volles Vertrauen. Für Ellis hingegen wird ein Abnehmer gesucht.

Im April 2011 verändern sich die Dinge maßgeblich für die Warriors. Denn es kommt der Mann, der hinter dem Masterplan der Golden State Warriors steht – Bob Myers. Er ersetzt Larry Riley als General Manager und liegt fortan bei wirklich jeder seiner Entscheidungen richtig. Der Neuling ist ein echter Warrior. „Als ich damals in Los Angeles zur Uni ging, trug ich regelmäßig mein Warriors-Shirt und meine Kommilitonen fragten mich immer: ‚Du bist hier doch in L.A., warum bist du denn nicht Lakers-Fan?‘ Ich sagte, dass ich für immer Fan von Golden State sein werde“, gab Myers 2015 nach der Wahl zum „Executive of the Year“ zu Protokoll.

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