BASKET

Supercup: Erst top, dann Flop

Die deutsche Nationalmannschaft zeigte beim Supercup in Hamburg zwei unterschiedliche Gesichter. Im ersten Spiel fuhr das DBB-Team noch einen überzeugenden Sieg gegen Russland (79:76) ein, darauf folgte allerdings eine ärgerliche Niederlage gegen Polen (75:80). Zum Abschluss des EM-Vorbereitungsturniers war das Team um NBA-Star Dennis Schröder, der kurz vor dem Turnier zur Mannschaft stieß, dann gegen Serbien mit 56:87 deutlich unterlegen.

Die Präsenz von Hawks-Guard Schröder machte sich vor allem in der ersten Partie gegen Russland deutlich bemerkbar. „DS17“ führte das Team an und war mit 28 Punkten bester Scorer auf dem Parkett. Der zweite NBA-Profi im deutschen Roster, Daniel Theis, der im Sommer von den Boston Celtics verpflichtet wurde, legte bei seinem ersten Spiel im DBB-Dress seit zwei Jahren zehn Punkte und sieben Rebounds auf. Gegen die starken russischen Distanzschützen um Andrey Vorontsevich (CSKA Moskau), die in der ersten Halbzeit neun Dreier verbuchten, hielt die deutsche Mannschaft von Beginn an gut dagegen. Neben Theis und dem überragenden Schröder zeigte auch Danilo Barthel (Bayern München) mit zwölf Punkten, acht Rebounds und vier Assists eine starke Vorstellung. Im Schlussviertel sicherte Schröder mit neun Punkten in Folge die Führung für Deutschland. „Die Team-Chemie stimmt. Alle haben defensiv und offensiv gemeinsam gekämpft“, so der gebürtige Braunschweiger.

Dennis Schröder beim Spiel der deutschen Basketball-Nationalmannschaft gegen Serbien.

Für Dennis Schröder und das DBB-Team verlief der Supercup durchwachsen.
Foto: imago

Die starke Leistung gegen Russland konnte das DBB-Team in der der zweiten Partie gegen Polen jedoch nicht bestätigen. Ohne den verletzten Kapitän Robin Benzing, der sich im Spiel gegen Russland das Knie verdreht hatte, und die angeschlagenen Johannes Voigtmann und Karsten Tadda fand die deutsche Mannschaft nicht richtig ins Spiel. Dennis Schröder konnte zwar mit 26 Punkten an seine Leistung vom Vortag anknüpfen, bei seinen Teamkollegen fiel jedoch wenig. „Wir hatten bislang wenig Zeit zusammen und können die Last, die Dennis zu tragen hat, noch nicht umlegen. Aber ich hoffe, dass wir bis zur EuroBasket immer besser werden“, sagte Headcoach Chris Fleming unmittelbar nach der Niederlage.

Zum Abschluss des Supercup erhielt ein entkräftetes deutsches Team dann mit 56:87 eine Lehrstunde vom Olympia-Zweiten Serbien. Dennis Schröder war mit 16 Punkten zwar erneut deutscher Topscorer, wirkte aber ebenfalls müde und leistete sich einige Turnover. „Die Serben waren aggressiver als wir, da müssen wir dagegenhalten. Das haben wir heute noch nicht getan“, so Schröder. „Ich denke, wir sind bereit, wir müssen dazu lernen. Wenn die EM kommt, müssen wir Gas geben.“

Bei der EuroBasket trifft das DBB-Team in der Vorrunde in Tel Aviv (Israel) auf die Ukraine, Georgien, Israel, Italien und Litauen. Zuvor wartet am 27. August in Berlin die die Generalprobe gegen Ex-Europameister Frankreich.

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