BASKET

Heckmann: Freue mich auf die Besten

Patrick Heckmann feierte mit Brose Bamberg auch in seiner zweiten Saison bei den Franken am Ende der Spielzeit den Gewinn der Meisterschaft in der easyCredit BBL. In den Playoffs sweepte sich „Freak City“ nach der Auftaktniederlage zu Hause gegen die Telekom Baskets Bonn anschließend gegen den FC Bayern München und die EWE Baskets Oldenburg bis zum Titel. In der Euroleague lief es für Heckmann und Co. nicht ganz so rund. Viele knappe Niederlagen zogen sich durch die internationale Saison der Franken und verhinderten letztlich einen Einzug in die Euroleague-Playoffs. Für die Nationalmannschaft bestritt Heckmann im letzten Sommer alle Qualifikationsspiele für die EuroBasket 2017 (31. August – 17. September 2017) in Israel. Im Interview spricht der Nationalspieler über die abgelaufene Spielzeit und die anstehende Aufgabe für die DBB-Auswahl:

Patrick, wie geht es Dir? Was machst Du gerade?
Ich habe mich gut erholt von der langen Saison und jetzt bereite ich mich auf den Sommer vor.

Gib uns einen Einblick in Deine Off-Season, wie sieht Dein Alltag aus? Woran arbeitest Du?
Ich schlafe meistens erstmal aus. Dann geht es vormittags in die Halle und jeden zweiten Tag mache ich nachmittags auch nochmal eine Einheit. Dazu gehe ich laufen, ich muss erstmal wieder in Form kommen, das ist das wichtigste. Aber natürlich genieße ich auch noch meine Freizeit.

Mit Bamberg konntest Du vergangene Saison Deine zweite Meisterschaft in der BBL feiern. Wie beurteilst Du insgesamt Deine Saison?
In der BBL hätte es für uns besser nicht laufen können. Insgesamt war es eine lange und harte Saison, vor allem in der Euroleague haben wir viel durchgemacht. Die knappen Niederlagen, grade zu Beginn der Saison, haben an uns gezehrt, da war es dann wichtig, dass wir am Wochenende in der BBL die Spiele gewonnen haben. Man hat in der Liga gemerkt, dass Ulm nicht verlieren wollte, da mussten wir dann dranbleiben und konnten uns keine Ausrutscher erlauben. In der Euroleague hätten wir natürlich gerne die Playoffs erreicht, das war ein Ziel von uns. Aber da haben uns die knappen Niederlagen einen Strich durch die Rechnung gemacht, wenn wir da ein paar gewonnen hätten, hätte es anders ausgesehen.

War die zweite Meisterschaft noch so schön wie die erste?
Auf jeden Fall. Ich konnte ja noch nicht mehr Meisterschaften feiern als diese beiden und die waren beide gleich schön. Es ist immer ein gutes Gefühl, die Saison mit einer Meisterschaft zu beenden.

Patrick Heckmann steht im vorläufigen Aufgebot des DBB für die EuroBasket 2017 (Foto: Imago).

Sprechen wir über die Nationalmannschaft. Was hast Du aus den Qualifikationsspielen im vergangenen Sommer gelernt?
Wir haben gelernt, dass wir zusammen halten müssen. Man hat nicht viel Zeit, sich auf Spiele vorzubereiten, da ist es wichtig, dass jeder seine Rolle findet und man als Team schnell zusammenwächst. Wenn jeder diese Rollen annimmt und alles für das Team gibt, dann kann man auch noch ein paar Prozent mehr rausholen. Ich denke, wir haben im letzten Sommer vor allem in den abschließenden beiden Spielen gegen die Niederlande und Österreich gezeigt, was wir leisten können, wenn wir zusammenhalten und uns gegenseitig pushen.

Die EuroBasket 2017 wäre Deine erste Europameisterschaft. Worauf freust Du Dich am meisten?
Auf das Umfeld und die Atmosphäre. Ich freue mich darauf, jeden Tag gegen die besten Nationalmannschaften Europas zu spielen und zu zeigen, was wir können. Wenn wir zeigen, was wir gelernt haben, dann können wir gute Spiele abliefern.

Warst Du schon einmal in Israel?
Ich war schon zweimal in Israel, wir haben ja mit Bamberg zweimal gegen Tel Aviv gespielt. Ich habe zwar noch nicht so viel gesehen außer der Halle, aber es soll ja eine sehr schöne Stadt sein, habe ich gehört.

Was ist Dein Ziel für diesen Sommer mit der Nationalmannschaft?
Ich denke, für uns ist erstmal das wichtigste, dass wir aus der Vorrunde rauskommen. Wir sollten uns nicht mehr als konkretes Ziel setzen, sondern das in kleinen Schritten angehen. Von Spiel zu Spiel denken und dann schauen, wie weit wir kommen.

Quelle: Deutscher Basketball Bund

Kommentar hinterlassen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.