BASKET

Barthel: „Mit meinem Einstand zufrieden“

2016 wechselte Danilo Barthel von den Fraport Skyliners zum FC Bayern München. In der bayerischen Landeshauptstadt unterschrieb der Nationalspieler für zwei Jahre. Seine erste Saison führte ihn mit den Münchenern ins Viertelfinale des EuroCups (Aus gegen Unicaja Malaga) und ins Halbfinale der BBL-Playoffs. Endstation war dort schließlich der deutsche Meister, Brose Bamberg. Im Interview blickt Danilo Barthel zurück auf die abgelaufene Spielzeit und voraus auf die EuroBasket 2017 (31. August bis 17. September) in Israel.

Danilo, Deine erste Saison beim FC Bayern München ist vorbei. Wie beurteilst Du die Spielzeit, sowohl für Dich persönlich als auch für das Team?
Ich bin vollkommen zufrieden mit meinem Einstand. Ich bin ein fester Bestandteil der Rotation. Als Team denke ich, dass wir nicht alle unsere Ziele erreicht haben, aber das ist auch ein Prozess. Wir sind alle heiß, und diejenigen, die zurückkommen werden, werden nächstes Jahr wieder angreifen.

Du hattest Dir im Training vor der Viertelfinaleserie gegen ALBA Berlin eine Bänderverletzung zugezogen. Wie kommst Du wieder in Tritt?
Ich musste zum Glück nicht zu lange aussetzen. Deshalb bin ich auch schnell wieder in einen guten Rhythmus gekommen.

Und der Rücken?
Mit meinem Rücken habe ich zum Glück keinerlei Beschwerden, da ist alles gut.

Bei Bayern hat sich Deine Rolle gegenüber Deiner Zeit in Frankfurt verändert: Während Du in Frankfurt in der Regel gestartet bist, kommst Du in München eher von der Bank. Liegt Dir das?
Ich denke, dass die Rolle relativ egal ist. Entscheidend ist, dass man seine Minuten nutzt, egal, ob man von der Bank kommt oder startet, und dem Team weiterhilft. Es ist ja nicht selten, dass der sechste Mann von der Bank kommend mehr Spielanteile hat als ein Starter. Darauf liegt nicht mein Hauptaugenmerk. Ich versuche, in meinen Minuten auf dem Feld alles zu geben und dem Team weiterzuhelfen.

Dein Nationalmannschaftskollege Johannes Voigtmann hat zu Frankfurter Zeiten über Dich gesagt, dass Deine größte Stärke ist, dass Du eigentlich keine Schwächen hast. Siehst Du das genauso?
Ich habe natürlich Schwächen, aber ich denke, dass ich ein guter Allrounder bin. Ich habe eine sehr solide Grundausbildung.

Wo siehst Du diese Schwächen? Woran arbeitest Du verstärkt im Training?
Ich arbeite an meinem Wurf, dass der konstanter fällt und schneller wird. Außerdem an meiner Athletik, vor allem an meiner Sprungkraft und meiner Schnelligkeit. Ballhandlung steht auch viel auf dem Programm.

Danilo Barthel war bereits in seiner ersten Saison beim FC Bayern münchen fester Bestandteil der Rotation (Foto: Imago).

Ist das auch Dein Programm bis zum Auftakt mit der Nationalmannschaft? Wie dürfen wir uns Deinen Sommer vorstellen?
Ja, ich arbeite jetzt schon viel im Training. Wenn der Auftakt mit der Nationalmannschaft näher rückt, wird der Fokus sicherlich ein bisschen mehr auf Athletik gelegt. Ende Juni habe ich mir dann eine Woche frei genommen und fahre nach Kreta in den Urlaub.

Du hast im letzten Sommer mit Blick auf die Nationalmannschaft darüber gesprochen, dass es wichtig ist, Kontinuität zu schaffen. Wie wollt Ihr das erreichen?
Es gab die letzten Jahre einen ziemlichen Umschwung in der Nationalmannschaft. Alle, die jetzt nachgekommen sind, sind heiß darauf zu spielen und ihren Sommer in den Hallen Deutschlands zu verbringen. Es ist wichtig, dieses Teamgefühl wieder zu vermitteln. Wenn sich dann Erfolge einstellen, wird die Nationalmannschaft auch wieder einen anderen Stellenwert einnehmen. Für diese Erfolge ist es wichtig, dass der Kern zusammenbleibt, dass man Kontinuität schafft. Das wird in den kommenden Jahren noch viel extremer. Mit den Quali-Fenstern hat man noch weniger Vorbereitungszeit auf die Spiele, da ist es wichtig sich im Kern zu kennen.

Sprecht Ihr darüber im Team?
Ich war jetzt ja nur einen Sommer bislang wirklich dabei. Aber wir waren eine geschlossene Einheit. Alle, die auf dem Platz gestanden haben, haben dafür gekämpft, dass wir die Qualifikation schaffen und uns für die EuroBasket qualifizieren.

Der Sommer bietet für Dich Gelegenheit, mit Deinem alten Teamkollegen aus Frankfurt, Johannes Voigtmann, wieder zusammen zu spielen. Sprecht Ihr über die Nationalmannschaft?
Das ist eigentlich weniger ein Thema. Wir wussten aber, dass wir beide spielen werden. Ich freue mich auch darauf, im Sommer wieder mit Jo zu spielen. Jeder freut sich, mit einem Big Man zu spielen, der so gut passen kann wie er. Ich hoffe, dass wir vielleicht schnell zu alten Mustern zurückfinden.

(Quelle: Deutscher Basketball Bund)

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