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Monster-Comeback nach Kawhi-Aus

Die Golden State Warriors konnten Spiel eins gegen die San Antonio Spurs mit 113:111 für sich entscheiden. Die Spurs konnten sichzwar im Laufe der ersten Halbzeit eine 25-Punkte-Führung erarbeiten. Eine erneute Knöchelverletzung von Kawhi Leonard veränderte jedoch das ganze Spiel.

Die Spurs starteten stark ins Spiel und konnten das Team aus der Bay Area sensationell bei lediglich 16 Punkte im ersten Viertel halten. Auf der Seite der Texaner machte besonders Kawhi Leonard ein ausgezeichnetes Spiel. In seinen 24 Minuten Einsatzzeit kam Leonard auf 26 Zähler (7/13 FG, 11/11 FT). Seine Plus/Minus-Bilanz von +21 verschafft einen sehr deutlichen Einblick über seinen Einfluss auf das Spiel der Spurs.

LaMarcus Aldridge spielte ebenfalls stark auf. Er beendete das Spiel mit 28 Punkten, acht Rebounds und drei Steals. Er schloss allerdings nicht so effizient aus dem Feld ab, wie sein Teamkollege (11/24 FG). Danny Green lieferte defensiv seinen Beitrag und bekam offensiv wenig Bälle (3/5 FG, acht Punkte). Pau Gasol und Patty Mills enttäuschten allerdings komplett. Zusammen trafen sie nur drei ihrer 13 Würfe und blieben auch nach sieben Versuchen von „Downtown“ erfolglos. Bis zur Halbzeit konnten die Spurs ihre Führung noch auf 20 ausbauen.

Als Kawhi Leonard verletzungsbedingt vom Feld musste, führte San Antonio noch mit über 20 Zählern (Foto: Getty Images).

Erst verstauchte Kawhi Leonard sich seinen Fuß am Bein des auf der Bank sitzenden Mitspielers David Lee. Und nur drei Minuten später folgte dann die Schlüsselszene: Kawhi landetet nach einem Dreipunktwurf auf Zaza Pachulias Fuß und knickt um. Ob es sich bei Pachulias Foul um Absicht handelte oder Leonard lediglich Pech hatte, wird derzeit in den sozialen Medien heiß diskuitert. Kawhi musste, nachdem er kurz versuchte weiterzuspielen, das Spiel verlassen. Die Warriors beantworteten die Abwesenheit des Spurs-Stars mit einem 18:0-Run. Insbesondere Stephen Curry lief während dieses dominanten Laufs heiß: 21 seiner insgesamt 40 Punkte kamen im dritten Viertel. Die Warriors konnten nur 42 Punkte im ersten Abschnitt erzielen, doch ihnen gelang es mit 71 Punkten im zweiten Abschnitt passend zu antworten.

Curry konnte ebenfalls sieben Rebounds und drei Steals aufs Scoreboard bringen. Kevin Durant erzielte 34 Punkte. Sein Dreier (2/8) wollte zwar nicht fallen, aber ansonsten schloss der Neuzugang gut aus dem Feld ab (11/21 FG). Zudem konnte „KD“ sieben Rebounds und sieben Assist verbuchen. Klay Thompson blieb mit zwei von elf getroffenen Feldwurfversuchen eindeutig hinter seinen Möglichkeiten zurück. Selbst Zaza Pachulia (elf Punkte, 4/6 FG), der sonst eine sehr kleine Rolle in der Warriors-Offense einnimmt, punktete besser als der „Splash Brother“.

Unter dem Strich eine schwer zu verkraftene Niederlage für die Spurs, die das Spiel schon gewonnen zu haben schienen. Doch die Warriors haben einmal mehr bewiesen, dass selbst bei mehr als 20-Punkten-Vorsprung nicht abgeschrieben werden. Das erste Heimspiel von Golden State zu stehlen, wäre wichtig gewesen, um die Serie von Anfang an spannend zu gestalten. Spiel zwei findet am Mittwoch morgen deutscher Zeit statt.

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