BASKET

Unverzichtbar!

Seine persönlichen Stats und was andere über ihn denken – zwei Dinge, die Draymond Green schon immer egal waren. Und in dieser Saison beweist er es! Er ist das perfekte Beispiel für den „Glue Guy“ auf dem Court, will immer den Erfolg des Teams sichern. Und: Er verfolgt gleich mehrere große Ziele!

Ein einfacher Einwurf von der Seitenlinie, dann wäre die Chance zum Sieg da gewesen für die Milwaukee Bucks im Spiel gegen die Golden State Warriors. Noch zehn Sekunden sind zu spielen, 122:120 für die Warriors. Tony Snell sucht Giannis Antetokuonmpo, der von Draymond Green bewacht wird. „Das fand ich ziemlich respektlos“, sollte Green später vor den Mikrofonen der Journalisten sagen. „Sie wollen das Spiel gewinnen und gehen dann in letzter Sekunde über den Spieler, den ich decke? Das muss bestraft werden.“ Wurde es dann auch. Green tippte den Ball zu Klay Thompson, der gefoult wurde und die zwei Freiwürfe zum 124:120-Erfolg der Warriors versenkte. Ein simples defensives Play, das seiner Mannschaft den Sieg bringt – das ist in dieser Saison Greens Spezialität. Schon dreimal stoppte er den letzten Angriff des Gegners, der innerhalb der letzten Sekunden versuchte, auszugleichen oder in Führung zu gehen. Dennis Schröder kann ein Lied davon singen, auch ihn pflückte Green schon kurz vor dem Buzzer aus der Luft.

„Opfer“ der eigenen Offense

Der „Glue Guy“ – also der Typ, der das Team auf und neben dem Court zusammenhält und gerne die Drecksarbeit verrichtet – ist Draymond Green schon länger. Doch in dieser Saison hat er den Begriff auf ein neues Level geführt. Wer jetzt ein NBA-Wörterbuch schreibt, muss unter „Glue Guy“ das Bild von Draymond Green zeigen. Nach der Verpflichtung von Scoring-Monster Kevin Durant, der eine der besten Offenses aller Zeiten noch besser machen sollte, hat Green sein ei­ge­nes Game am gegnerischen Korb noch weiter zurückgenommen und hilft dem Team mit guten Entscheidungen. „Stellt es euch doch so vor: Ich stehe an der Dreierlinie frei, KD auch. Oder Steph oder Klay. Jeder, der sein Gehirn benutzen kann, weiß doch, dass man dann lieber zu ihnen passen sollte. Deswegen ist es auch okay, wenn sie mehr Würfe nehmen“, sagte der 26-Jährige aus Saginow (Michigan). Entsprechend ist seine eigene offensive Production mit 10,7 PPS gegenüber dem Vorjahr (14,0) ebenso zurückgegangen wie seine Fieldgoal- (8,8 statt 10,1) und Dreier-Versuche (2,6 statt 4,1).

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